kaffeeEs war kein spektakulärer Webmontag – dennoch ein recht erinnerungswürdiger. Aber von Anfang an…..

Der WebmontagHH Hamburg und Tchibo hatten zu Newsletter (mit Datenschutz) geladen – komplett mit Kaffeegeruch, Otto-Versand-barcamp-Feeling und vielen Inhouse-Verantwortlichen – schnell erkennbar am blauen Schild. Man hätte sich ja auch durchaus so ein Webmontags-Aufkleberchen wie die Normalsterblichen nehmen können, weil man sich auch als Teilnehmer fühlt aber naja…

Nach einer kurzen Vorstellung der Tchibo-Online-Chefin Ines von Jagemann mit leichtem Bingo-Alarm, durften ihre Kollegen Viktoria Tarnow und Daniel Zelgin auf die Bühne. IMG_8929 Bis auf das theaterhafte-Intro: „Hallo Viktoria, wusstest Du eigentlich, wie viele Newsletter in Deutschland verschickt werden?“ war das interessant: tchibo zeigte, wie sie den Newsletter neu konzipierten – für verschiedene Zielgruppen und Interessen. (Im Kurzfilm wurden dafür dann noch einmal die Geschlechterrollen bestätigt: Die Frau hat’s gern schön im Garten und hübsch für ihren Sohn, der Mann will nur schwarze Socken im Sonderangebot).

Ich hätt' da mal 'ne Frage....

Ich hätt‘ da mal ’ne Frage….

Daraus wurden gleich drei neue Formate des Newsletters entwickelt und gegen den ursprünglichen ABCD-getestet. Schade nur, dass meine Frage nach quantitativen oder qualitativen Ergebnissen (zunächst)* nicht beantwortet werden konnte. Als Antwort kam erst einmal: „Das Ziel war, dass der neue Newsletter nicht schlechter abschneidet“ Oha!

Webmontag bei Tschibo
Tilo Timmermann

Im Anschluss unterhielt uns Tilo Timmermann von der Agentur mit dem wohlklingenden Namen „Tschingderassaundbum“ (tdub) über die Newsletter in seinem Postfach am 6. März 2015. Das war recht unterhaltsam. Wissen wir doch nun, dass er seine Sommerkleider am liebsten bei hessnatur kauft und gern Fahrrad fährt. Über den Umweg vom Phishing, unroll.me und Spam landete Tilo schließlich bei seinem Wunsch-Newsletter mit dem Tenor: je personalisierter desto besser. Doch hier gab es für den selbsternannten Paradiesvogel auch ein bisschen Gegenwind: Wäre sein Wunsch nicht viel zu aufwendig? Und: Akzeptiere ich den Newsletter nicht einfach eher, wenn mir die Marke insgesamt gefällt? Persönlich würde ich den Zeitpunkt und Ort des Anmeldens stärker berücksichtigen: Vielleicht lockte mich einfach nur der einmalige Rabatt fürs registrieren?

Die Pause auf der Terrasse war gut und nötig – so wie die Nahrungszufuhr. Ursprünglich als Finale gedacht, machten sich die „Social Media Piranhas“ in dem Namen entsprechendem Tempo jetzt schon über Wraps, Quiche und Nachtisch her.

Inhaltliches Finale: Eine Art Podiumsdiskussion

Black & White
Black & White

Datenschutzbeauftragter Arndt Betghe stellte schnell klar: „Datenschutz ist ein Persönlichkeitsrecht“. Doch bei einigen Fragen aus dem Publikum wurde deutlich, dass hier auch einige gern darauf verzichten, um dafür entweder „bessere“ Werbung oder neue Geschäftsmodelle zu erhalten. Auch Vorschläge zur Transparenz darüber, was das Unternehmen von uns weiß, kamen aus dem Plenum. Das ist allerdings ein Themenkomplex, der hier nicht behandelt werden konnte. So schloss Ines von Jagemann, beim Datenschutz würde Tchibo lieber auf „Black & White“ setzen (- ganz so, wie auf der Bannerwerbung vor dem Tchibo-Haus) denn auf die vielen Grautöne.

 

 

Versteckte Highlights

Auch wenn der Erkenntnisgewinn sich jetzt – zumindest bei mir – in engen Grenzen hielt, gab es doch einige erinnerungswürdige Momente. Die Komunikation – vom Publikum getrieben – war äußerst lebendig und zeigte, dass sich künftig die gastgebenden Unternehmen auf fruchtbare aber eben auch informierte Diskussionen vorbereiten muss. Wer sich entsprechend vorbereitet, kann dann auch offensiv seine offenen Stellen präsentieren. Etwas, dass Tchibo etwas verschämt auf dem Pausenslide tat.

— Webmontag Hamburg (@webmontaghh) April 27, 2015

 Ines von Jagemann
Ines von Jagemann (+ Rene)

Was mir am Ende besonders gefallen hat: Als Ines von Jagemann am Ende doch noch die eingangs erwähnte Frage beantwortete (im Maximum betrug der Unterschied beim ABCD-Testing 15%) UND kurz erklärte, warum es den Kollegen vorhin unmöglich war, darauf zu antworten, war ich positiv überrascht. Endlich mal klare Kommunikation und eine Chefin, die die Mitarbeiter hier nicht im Regen stehen lässt. Also: Wir kommen gern im nächsten Jahr – wenn die Agenda nicht gaaaanz so Tchibo-lastig ist.

…ach ja, Trending Top waren wir dann schließlich auch noch: 

 

Zusammengefasst

Mehr Fotos vom webmontaghh am 27. April von Stefan Groenveld

Und noch ein Schulaufsatz zum Webmontag von Tilo Timmermann himself.