Mal wieder Neuigkeiten aus dem Soul-Stew Kosmos: Ich war letzte Woche auf Einladung des Stadtrats im Münchener Rathaus als Referent geladen. Unter dem Thema „Hassmusik“ wurden homophobe Texte im Hip Hop und Ragga thematisiert. Aktueller Aufhänger waren Konzerte von Sizzla und TOK aus Jamaica, die – wie einige andere Toaster – in ihrem Repertoire weiterhin Texte mit Mordaufrufen gegen Schwule (auch, aber weniger: Lesben) haben. Zum Bereich Hip Hop war Sookee aus Berlin geladen, die in ihrem interessanten akademischen Beitrag auch die Themen „Gender Politics“ und den Eichinger-loves-Bushido-Film einbaute – (Männerfreundschaften sind einfach aber (immer noch) so wirkungsvoll). Die Gesichter der CSU-Fraktion waren sehr unterhaltend. Mein Vortrag basierte auf meinem Text für die ZAG aus Berlin und kann hier komplett gelesen werden: Dieter Bohlen für die anderen

Das Feedback war sehr positiv. Im Münchener Merkur stand dies hier:Bushido & Co.: Der Stadtrat zieht sich „Hassmusik“ rein

Auszug: „Es war die Rosa Liste, die gestern eine Anhörung zum Thema „Hassmusik“ anberaumt hatte – so voll war der große Sitzungssaal im Rathaus selten. Wie zu erwarten, stand am Ende kein Patentrezept. Aber es ging doch über ein „Gut, dass wir drüber geredet haben“ hinaus. Was nicht nur an eindeutigen Hörbeispielen lag, sondern nicht zuletzt an den Referenten zum Thema Homophobie in der Musik.“
(Geht natürlich runter wie Butter).

Die Veranstaltung und das Drumherum erläutert die Rosa Liste München: Sexism sells – Städtisches Hearing zu Hassmusik // Backstage disqualifiziert sich.

brunnen

Ach ja, München war auch suuper (Neue Pinakothek, Brandhorst, Optimal Records, Fraunhofer Gaststätte)

Weitere Links:
Backstage blamiert sich (Allophilia Blog)

Erstmals erschienen am 11. Februar 2010 auf http://soul-stew.myblog.de/